Positive Psychologie – Teil 1

Die positive Psychologie ist eine empirisch fundierte Richtung der Psychologie, die dein psychisches Wohlbefinden aktiv fördert und deine emotionale Ausgeglichenheit präventiv unterstützt.

Immer mehr Menschen erkranken an psychischen Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder Burnout, doch ähnlich wie bei körperlichen Erkrankungen ist unser Gesundheitssystem und die Fokussierung vieler Psychologen bzw. Ärzte daran orientiert Störungsbilder zu heilen anstatt präventiv daran zu arbeiten, die enorme Verbreitung von körperlichen und psychischen Erkrankungen zu verringern.

Umso wichtiger sind Forschungsbereiche, die sich mit den präventiven Möglichkeiten auseinandersetzen und den Fokus auf Ressourcen, Widerstandsfähigkeit und Techniken lenken, wie jeder Mensch das eigene Wohlbefinden aktiv fördern kann.

TEIL 1

Die Broaden- and Build Theorie von Barbara Fredrickson (2001)

Vor einigen Wochen hatte ich sogar das Vergnügen, Barbara Fredrickson persönlich in Graz bei einem Vortrag des österreichischen Instituts für positive Psychologie kennenzulernen. Diese inspirierende Frau ist neben Martin Seligman eine der bedeutendsten Forscherinnen im Bereich der positiven Psychologie und einige ihrer Forschungsarbeiten beziehen sich auf die von ihr entwickelten und bereits vielfach wissenschaftlich belegten Broaden- and Build Theorie.

Diese besagt, dass das Erleben von positiven Emotionen bzw. Gefühlen unser Gehirn positiv beeinflusst und unsere Sicht auf die Welt bzw. die Wahrnehmung erweitert. Dadurch fällt es uns leichter Lösungswege zu finden, vernetzter zu denken und wiederum mehr positive Geschehnisse wahrzunehmen. Außerdem werden so geistige Flexibilität, Kreativität und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gefördert. Für Fredrickson sind positive Gefühle für unser Gehirn ähnlich wie gesundes Essen für unseren Körper extrem wichtig und förderlich für unser Wohlbefinden. Dabei ist es vor allem wichtig, täglich möglichst viele Momente positiver Emotionen wie Dankbarkeit, Interesse, Gelassenheit, Hoffnung, Stolz, Inspiration, Vergnügen, Ehrfurcht und Liebe zu erleben. Diese Gefühle erweitern unser Gedanken- und Gefühlsrepertoire und tragen dadurch zum Aufbau persönlicher Ressourcen bei.

VORSCHAU

Im zweiten Teil erfährst du näheres über die Möglichkeiten positive Emotionen bewusster in deinen Alltag zu integrieren.

 

 

Mehr zu meinen Angebote in den Bereichen Bewegung, Entspannung, Ernährung und Bewusstes(sein) kannst du hier finden.

2018-07-23T21:34:32+00:0023. Juli 2018|