Vegan-Mythen

In diesem Beitrag werden vier weitere Aussagen über Veganismus aus der „Vegan-Mythen“-Serie analysiert. Ich hoffe du kannst etwas Neues über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung lernen.

5. Sich vegan zu ernähren ist furchtbar teuer.

Ach, auch dieser Mythos ist weit verbreitet und rührt vor allem auch daher, dass tierische Produkte und vor allem Fleisch mittlerweile zum Großteil aus Massentierhaltung stammen und aus diesem Grund auch sehr günstig ersteigert werden kann. Würde man jedoch darauf achten nur nachhaltige, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, wäre es um einiges günstiger, auf Fleisch zu verzichten. Es gibt natürlich auch kostspieligere vegane Produkte, wie Tempeh oder die bereits erwähnten Ersatzprodukte. Setzt man jedoch vermehrt auf Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Getreidearten kann man seine Geldtasche schonen.

6. Menschen sind von Natur aus Fleischfresser.

Hier muss ich den Vegan-Gegnern leider ebenfalls widersprechen. Menschen sind Allesfresser und keine Fleischfresser, auch wenn man das manchmal meinen könnte, wenn man sich die ein oder andere Wirtshaus-Speisekarte ansieht.

Es mag stimmen, dass der Homo Sapiens Fleisch gebraucht hat, um zu überleben und sich in weiterer Folge geistig weiterzuentwickeln, jedoch jagten die Menschen damals die Tiere, von welchen sie das Fleisch aßen, selbst und waren den ganzen Tag auf den Beinen. Wir kaufen das Fleisch im Supermarkt und bewegen uns im Durchschnitt generell nur sehr wenig, weshalb wir Nahrungsmittel wie Fleisch, die viel Energie in Form von tierischen Fetten und Proteinen enthalten nicht zwingend benötigen. Im Gegenteil, wir tun unserem Körper sogar was Gutes, wenn wir auf tierische Fette verzichten. Außerdem verfügen wir über einen Überfluss an vielen anderen nährstoffreichen, gesunden Nahrungsmitteln.

Mit pflanzlichen Nahrungsmitteln zu experimentieren, neue Rezepte auszuprobieren oder sogar eigene zu kreieren kann so viel Freude bereiten. Probier doch mal was total ausgefallenes aus oder lass dich auf der Körpergut-Seite und der Rubrik Rezepte inspirieren.

7. Veganer und Vegetarier essen Soja und zerstören somit den Regenwald.

Die Vegetarier und Veganer müssten schon Unmengen an Soja konsumieren, um dadurch an der Zerstörung des Regenwalds maßgeblich beteiligt zu sein. Das Soja, welches in Massen auf gerodeten Flächen im Amazonasgebiet angebaut wird, wird aber nicht für die vegane Bevölkerung angebaut, sondern als Nahrungsmittel für das Vieh. Soja ist sehr reich an Proteinen und anderen Nährstoffen und lässt sich billig anbauen, weshalb es das ideale Futtermittel für vor allem Schweine und Geflügel in Massentierhaltungen darstellt.

So gesehen zerstören wohl eher die Konsumenten von Fleisch aus Massentierhaltungen den Regenwald.

8. Vegane Ernährung ist nur ein Trend.

Ja, es stimmt, die Anzahl an Veganern ist in den letzten Jahren massiv angestiegen und vielleicht haben sich manche auch durch vegane Blogger oder berühmte Personen inspirieren lassen und sich deshalb für eine vegane Ernährungsweise entschieden. Dagegen ist jedoch meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Menschen inspirieren einander und das ist etwas Wunderbares.

Veganismus ist, wie ich finde, auch mehr als nur ein Trend. Es ist eine Lebenseinstellung. Möglicherweise sogar DER Lebensstil der Zukunft. Er ist nachhaltig, hilft die Umwelt sowie wertvolle Ressourcen zu schonen, kann gesundheitsfördernd wirken und setzt ein Zeichen gegen die Massentierhaltung.

Ich hoffe ich konnte mit der Erläuterung dieser acht Mythen etwas Licht ins Dunkle bringen und dir ein wenig die Skepsis gegenüber der veganen Lebensweise nehmen. Vielleicht gelang es mir ja sogar dich davon zu überzeugen, diese Lebensart auszuprobieren oder vermehrt tierische durch pflanzliche Produkte zu ersetzen und somit nachhaltiger und gesünder zu leben.

Dieser Beitrag wurde als Gastbeitrag von Hannah Klebel erstellt.