Eine basische Ernährung ist heutzutage in aller Munde, aber was bedeutet basisch eigentlich, welche Lebensmittel zählen dazu und welche Vorteile bringt sie uns?

Ein ausgeglichener Säure-Basen Haushalt in unserem Körper ist wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ist dieser nicht in Balance, kann es zu verschiedenen Krankheitsbildern, wie Verdauungsproblemen, unreiner Haut oder Sodbrennen kommen. Müdigkeit, Leistungsschwäche und auch Übersäuerung zählen außerdem zu den Folgen. Allgemein fühlt man sich schlicht und einfach unwohl und keinesfalls körpergut ;).  Daher zahlt es sich definitiv aus immer wieder ganz gezielt eine Basenwoche mit einem basischen Ernährungsplan einzubauen bzw. eine Woche lang auf alle säure-bildenden Lebensmittel zu verzichten.

Um einer Übersäuerung (auch Acidose genannt) entgegenzuwirken bzw. dein Wohlbefinden bewusst zu steigern,  kannst du versuchen dich gezielt basisch zu ernähren. Eine Auflistung basischer und saurer Lebensmittel findest du weiter unten.

Ob ein Lebensmittel sauer oder basisch ist entscheidet nicht der Geschmack, sondern die Verdauungsvorgänge. Es wird nämlich bei der Verstoffwechslung mancher Lebensmittel, wie etwa bei Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Getreide, raffiniertem Zucker und Alkohol, Säure gebildet. Bei anderen Lebensmitteln kommt es hingegen zur Basenbildung.

Ziel einer basischen Ernährung ist es, dem Körper mehr Nährstoffe und ausreichend Flüssigkeit zu schenken. Deinen Körper in Balance zu halten bedeutet allerdings nicht 100% basisch, sondern  ca. 80% basische Ernährung und 20% säurebildende Lebensmittel. Denn es gibt auch einige nährstoffreiche Lebensmittel, die zwar Säure bilden aber sehr gesundheitsförderlich sind wie Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide.

Fazit: Versuche immer wieder ganz bewusst auf deinen Säure-Basen Haushalt zu achten und vermehrt basische Lebensmittel einzubauen. Denn das tut deinem Körper garantiert gut und fördert dein Wohlbefinden enorm.

Falls du dabei gezielt Unterstützung brauchst bzw. einen Anstoß in der Gruppe, kann ich dir die Körpergut Woche empfehlen. Der nächste Termin findet Mitte März statt und versorgt dich neben dem basischen Ernährungsprogramm auch mit Bewegungseinheiten und Entspannungstipps.

Übersicht

  • Brennnessel: Ist besonders reich an Mineralien und Vitamin C; fördert die Entgiftung des Körpers.
  • Löwenzahn: Ist reich an Eisen und dem Präbiotikum Inulin sowie voller wertvoller Bitterstoffe.
  • Petersilie: Sie ist das kaliumreichste Küchenkraut.
  • Gräser (wie Gerstengras oder Weizengras): Sind sehr mineralienreich mit einem hohen Chlorophyll-Anteil.
  • Schwarzer Rettich: Aufgrund der enthaltenen Senföle auch empfehlenswert bei Erkältungen.
  • Grünkohl: Er enthält viele wichtige Vitamine, vor allem Vitamin K.
  • Spinat: Ist besonders reich an B-Vitaminen sowie Vitamin C und Beta-Carotin, einer Vitamin-A-Vorstufe.
  • Trockenfeigen: Sie enthalten besonders viel Kalium, Calcium und Eisen sowie Ballaststoffe.
  • Gurken: Sie stecken voller guter, sekundärer Pflanzenstoffe.
  • Fenchel: Ist sehr vitamin- und mineralienreich; seine ätherischen Öle wirken entzündungshemmend und beruhigend.
  • Obst: Alle Sorten, auch getrocknetes Obst – allerdings ungeschwefelt und ungesüsst.
  • Smoothies: solange sie aus frischen Früchten und Gemüse hergestellt werden und ohne Zuckerzusatz sind.
  • Gemüse und Salate
  • Pilze und Algen
  • Wildkräuter und Kräuter
  • Sprossen: Alle gekeimten Sorten.
  • Mandeln und Kokosnüsse: Als Steinfrüchte gehören sie zu den basischen Lebensmitteln.
  • Erdmandeln: Die süsslich schmeckende Erdmandel ist eigentlich die Knolle eines Grasgewächses.
  • Esskastanie: Als einzige „echte“ Nuss ist sie basisch.
  • Lupineneiweiss: ist als einzige pflanzliche Eiweissquelle basisch.
  • Kräutertees: Alle, ausser Früchtetee.
  • Hülsenfrüchte: Sind in Massen genossen eine gute pflanzliche Eiweissquelle.
  • Vollkorngetreide: Alle, ausser Weizen.
  • Pseudogetreide: Dazu gehören Quinoa (eiweissreich) und Amaranth.
  • Saaten: Ungekeimt.
  • Fleisch aus artgerechter, biologischer Haltung: Nur in geringen Mengen verzehren.
  • Pflanzliche Proteinpulver
  • Tofu: Nur Bio-Tofu ohne bedenkliche Zusatzstoffe.
  • Grüner Tee
  • Lupinenkaffee
  • Fisch, Fleisch und Wurstwaren: Aus konventioneller Haltung.
  • Milchprodukte: Mit Ausnahme von Sahne, Butter und Ghee, die als neutral einzustufen sind.
  • Fertigprodukte
  • Essig: Alle, bis auf Bio-Apfelessig.
  • Auszugsmehle / weisse Mehle
  • Industriezucker
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Kaffee, Früchtetee, Softdrinks und Alkohol

Quelle: Akademie der Naturheilkunde